Weihnachtsfahrt 2017

Wieder war es soweit. Weihnachten steht vor der Tür und der Seniorenbeirat Telekom Chemnitz hatte nach langer Vorbereitung am Nikolaustag zur Weihnachtsfahrt eingeladen. Da vor 2 Jahren die Fahrt ins Erzgebirge (Schwarzenberg) sehr großen Anklang fand wurde der gleiche Veranstalter kontaktiert. Und siehe da, für 2017 gab es neues Ziel: Olbernhau-Grünthal – die „Saigerhütte“.

Der Gaststätten-, Hotel– und Museumskomplex „Saigerhütte“- Olbernhau-Grünthal schien ein geeignetes Ziel für Weihnachtsfahrt 2017 zu sein. Deshalb wurden die Verträge festgezurrt. Wie schon erwähnt ging es am 6.12.2017, 13.42 Uhr ab Bahnsteig 12 des Hauptbahnhofes Chemnitz los. Es waren auch alle Teilnehmer rechtzeitig zur Abfahrt da. Das ist deshalb erwähnenswert, weil 4 Wochen vor dem Termin die Abfahrtszeit nach vorn, also von 14.01 auf 13.42 Uhr, geändert worden war. Das hieß, dass alle „Offliner“ angerufen und die „Onliner“ per Newsletter angeschrieben werden mussten.

Aber alles gut, alle waren rechtzeitig zur Abfahrt da.

Pünktlich 13.42 Uhr startete dann die Wageneinheit der „Erzgebirgsbahn“ in Richtung Olbernhau-Grünthal.

Die Fahrt ging über Flöha, vorbei an Falkenau, Hetzdorf, Grünhainichen-Borstendorf, Floßmühle, über Pocken-Lengefeld nach Olbernhau und dann weiter bis Grünthal, oft dicht an der Flöha entlang. Gut sichtbar waren auf der gut 1-stündigen Eisenbahnfahrt die Floß- und Mühlgräben aus lang vergangenen Zeiten, die Zeugen der Geschichte des Erzgebirges. Die Fahrzeit wurde vom Weihnachtsmann, seinen Wichteln und den Musikanten kurzweilig gestaltet.

Die fleißigen Wichtel sorgten schon zu Beginn der Fahrt für das leibliche Wohl. Los ging es mit einer Scheibe wohlschmeckendem Stollen und einen Becher Glühwein für jeden. Später, dann gegen einen Obolus, konnte wer wollte, mit „Fettbemme“ und mehr oder minder prozentigen Getränken „nachlegen“.

Die Musikanten mit Gitarre, Akkordeon und stimmlich bestens ausgerüstet steuerten bei Erzgebirges- und Weihnachtsliedern zur Kurzweil bei. Musikwünsche konnten geäußert werden. Da fast alle Seniorinnen und Senioren über entsprechende musikalische Kenntnisse verfügen, wurde lange und kräftig mitgesungen. So verging die Fahrt nach Grünthal wie im Flug.

In Grünthal angekommen war lediglich ein kurzer Fußmarsch vom Bahnsteig in das Areal der „Saigerhütte“ zurückzulegen. Sehr gut renovierte Gaststätten und Eventeinrichtungen, wie das uns erwartende „Kraftwerk“, passierten wir. Wer das Gelände der „Saigerhütte“ von vor 20 Jahren noch kannte, konnte sich nur die Augen reiben. Aus dem verfallenen und dem Ruin preisgegebenen Gebäuden ist ein Ensemble von Häusern entstanden, die die Geschichte des „saigerns“ erzählen.

Hier kurz ein Ausflug in das 16. Jahrhundert. „Saigern“ ist ein zur damaligen Zeit revolutionäres Schmelzverfahren zur Entsilberung von Rohkupfer. Mit der fortschreitenden Entwicklung kamen die Industrialisierung und der Wohlstand in die Region.

Aber weiter mit dem Verlauf des Nachmittags.
Nachdem alle ihren Platz gefunden hatten und die ersten Getränke serviert worden waren, begann das bunte Programm mit De Bernsteine“ (Gesangstrio) und Andre Reichel (Comedy). Das kurzweilige und gut zusammengestellte Programm mit weihnachtliche und Liedern aus dem Erzgebirge sowie den Einlagen aus dem Bereich der Comedy kam bei allen Gästen ganz prima an. Viele der Seniorinnen und Senioren amüsierten sich noch später über den großen und gebückt „Laufenden“ und das Stück der „kerzenausblasenden“ Familie.

Im Anschluss wurde das Essen serviert. Ein wohlschmeckender Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut und anschließendem Dessert. Auch darüber ist nur lobenswertes zu berichten.


Die verbleibende Zeit zwischen Abschluss des Essens und Abfahrt des Zuges nutzten eine Reihe von Teilnehmern, um die Dampfmaschine am Eingang des „Kraftwerks“ und die anderen renovierten Gebäude im Scheine der Weihnachtsillumination zu besichtigen. Immer wieder bestaunten die Seniorinnen und Senioren die wunderbar restauriert und original arbeitende Dampfmaschine, d.h. sie wird tatsächlich mit Dampf angetrieben und wird nicht wie oft in musealen Einrichtungen über den Generator bewegt.

Pünktlich 18.00 Uhr startete dann die Erzgebirgsbahn heimwärts in Richtung Pockau-Lengefeld, um dann wie angekündigt,  nach kurzem Halt nach Marienberg auf einer für den Personenverkehr nicht mehr genutzten Strecke durch das dunkle Erzgebirge zu fahren. Als „highlight“ wurde bereits in Olbernhau die Innenbeleuchtung der Wagen ausgeschaltet. Damit war der Blick nach draußen ohne Spiegelung in den Fensterscheiben möglich und man hatte einen guten Blick für die im Erzgebirge traditionelle, weihnachtliche Beleuchtung in den Fenstern der Häuser und Gärten. Das „Bergauf“ und die 10 Bahnübergänge bis Marienberg schaffte die Bahn spielend.

In Marienberg wurden wir dann sogar noch mit Schnee überrascht. So entstanden zünftige Fotos mit den Wichteln, der Erzgebirgsbahn, einigen Fahrgästen und Schnee. Nachdem die „Schneesession“ im Kasten war ging die Fahrt wieder zurück nach Pockau-Lengefeld und über die bereits geschilderte Strecke zurück nach Chemnitz. Die Wichtel boten erneut Kleinigkeiten von Speisen und Getränken an. Die Musikanten spielten ebenfalls wieder auf. In Chemnitz angekommen wurden die Seniorinnen und Senioren zünftig von den Musikanten nach dem Verlassen der Zugeinheit am Bahnsteig verabschiedet.

Ich glaube im Namen aller Teilnehmer sprechen zu können, um den Organisatoren ganz herzlichen Dank für den wunderbaren Nachmittag/ Abend im weihnachtlichen Umfeld auszusprechen. Natürlich auch an Weihnachtsmann, Wichtel und Musikanten vom „Erzgebirgsstuebl“-Dorfchemnitz, die wesentlich zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben. Der Dank geht auch an alle, die zugestimmt haben, dass die zum Teil porträthaften Fotos hier (auf der Webseite des SBR Telekom Chemnitz) eingestellt werden konnten. Speziell an die Herren Menzel („Erzgebirgsstüb’l) und an Wagner („De Bernsteine“).

 

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U.G.

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